Filialkirche St. Andreas und St. Vitus in Gögging

Südwestlich von Riedering liegt landschaftlich reizvoll auf einem aussichtsreichen Moränenhügel der kleine Weiler Gögging mit seinem den hll. Andreas und Vitus geweihten Kirchlein. Der bereits 1150 als Geckingen genannte Ort war einst Sitz des Ministerialengeschlechts der Gekinger, danach der Zaiseringer, die im 15. Jahrhundert ausgestorben sind. Damal dürfte auch die Umwandlung  des im Kern romanischen Kirchleins von einer Burgkapelle (Eigenkirche) zur Filialkirche von Riedering erfolgt sein.

Das schlichte, spätgotische Kirchlein mit seinem gerade im Chiemgau häufig anzutreffenden gemalten Maßwerkfries unter dem Dachansatz und dem kleinen Dachreiter mit Zwiebelhelm entstand in seiner jetzigen Form weitgehend in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wobei die Langhausmauern älter sind. 1740 wurde das Gewölbe in Form einer barocken Stichkappentonne erneuert, 1842/43 wurden der Westteil und der Turm in gleicher Form ersetzt. Der schlichte Innenraum birgt den 1673 im Knorpelwerkstil errichteten, barocken Altar. Das Altarbild der Muttergottes mit Kind in der Wolkenglorie ist ursprünglich     eine Arbeit des Rosenheimer Malers Caspar Seidl aus dem Jahr 1673, wurde aber ebenso wie das Oberbild mit Gottvater 1846 von Georg Langler übermalt. Die qualitätvollen Seitenfiguren der beiden Kirchenpatrone (besonders der hl. Andreas) sowie die Giebelengel sind wiederum Arbeiten von Blasius Mass (1673/75), dessen Werke uns bereits in Riedering und Neukirchen begegnen. Zur weiteren Ausstattung gehören u.a. eine Figur des hl.Petrus und eine Kreuzigungsgruppe (beides um 1700), ein Vera-Ikon-Bild sowie eine barocke Statue des hl. Vitus (Veit).